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Einfach Gutes tun

50.000 EURO für „Siegfried Schneider Stipendium”

Ausbildung zur Hauswirtschafterin„Keiner will mich haben!” schluchzt Jennifer. Das 16-jährige Mädchen, das zu Hause nur Brutalität kennen gelernt hat und von ihren Eltern vernachlässigt wird, ist verzweifelt. Der Vater (Hartz IV-Empfänger) ertränkt seine Sorgen im Alkohol und wird im Rausch aggressiv. Die Mutter flüchtet sich in Depressionen und kümmert sich nicht mehr um die Familie. In ihrer Not läuft das Mädchen von zu Hause weg.

Wie geht es jetzt mit Jennifer weiter? Wo kann sie wohnen und welche Schule kann sie besuchen? Dank des „Siegfried Schneider Stipendiums” kann dem Mädchen schnell und unbürokratisch geholfen werden. Der Neumarkter Unternehmer Siegfried Schneider hat Anfang 2011 einen Betrag von 50.000 Euro zur Verfügung gestellt, den die Bürgerstiftung verwaltet. Aus diesem Topf können die Ausbildung sowie die Unterkunft von Mädchen, die aus schwierigen sozialen Verhältnissen kommen, finanziert werden.

Ausbildung zur Kinderpflegerin oder HauswirtschafterinIm Haus St. Marien finden die jungen Frauen Unterschlupf. Sie wohnen im Internatsbereich und können eine Ausbildung zur Kinderpflegerin oder Hauswirtschafterin absolvieren. Bis sie auf eigenen Beinen stehen, erhalten sie ein Stipendium. „Mit dem Geld will ich jungen Menschen in Notlagen helfen. Sie sollen die Chance auf eine gute Ausbildung erhalten”, so Siegfried Schneider.

Derzeit gibt es im Haus St. Marien 350 Schülerinnen, doch nicht jede kann das Schulgeld oder die Unterbringungskosten zahlen. Dr. Tobias Böcker, Geschäftsführer des Hauses St. Marien in Neumarkt, ist überglücklich: „Mit dem Stipendium können wir vielen jungen Mädchen aus dem Landkreis Neumarkt helfen. Im Mittelpunkt unserer Aufmerksamkeit und Mühe stehen junge Menschen. Ihnen wollen wir in geduldiger Zuwendung und kooperativem Umgang helfen, ihr Leben und Ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen.”

Siegfried Schneider„Wir danken Herrn Schneider für das großzügige Stipendium, mit dem wir junge Menschen in fachlicher, sozialer und persönlicher Hinsicht ermuntern, Verantwortung für sich selbst und in der Gemeinschaft zu übernehmen”, erklärt 2. Vorstandsvorsitzende Vera Finn von der Bürgerstiftung.