Projekt: „Herzkissen“

HerzkissenDie „Aktion Herzkissen“ der Beruflichen Schulen Haus St. Marien Neumarkt hat ein erfreuliches Echo gefunden: Die Bürgerstiftung Region Neumarkt übernimmt die Materialkosten für 200 handgenähte Kissen. Diese werden von Schülerinnen und Schüler der Berufsfachschulen für Sozialpflege und Hauswirtschaft mit viel Engagement hergestellt und an Brustkrebspatientinnen im Klinikum Neumarkt verschenkt. Die Stiftungsvorstände Dr. Heinz Sperber und Vera Finn überreichten Ende September 2011 den Betrag von rund 710 Euro im Haus St. Marien an Geschäftsführer und Schulleiter Dr. Tobias Böcker und die Initiatorin des Projekts, Maresa Kreitmeir-Leitmann. 

Die Schülerinnen und Schüler setzen mit der „Aktion Herzkissen“ ein Zeichen der Anteilnahme im Kampf gegen den Brustkrebs. Bereits im Juli überreichten Sie fünfzig Kissen an den Leiter der Frauenklinik im Klinikum Neumarkt, Prof. Dr. Heinz Scholz. Die „Aktion Herzkissen“ kommt aus den USA und Dänemark. Die Kissen werden vom Team der Frauenklinik an Brustkrebspatientinnen verschenkt. Durch die Lagerung der betroffenen Körperseite auf den Herzkissen werden die Schmerzen nach der Operation verringert, die Kissen lindern die Schwellung und den Druck an Arm bzw. Unterarm und sie mindern Verspannungen in den Schultern. Zudem sollen sie ein Zeichen des Mitgefühls sein.

Schülerinnen des Hauses St. Marien mit Schulleiter Dr. Tobias Böcker und Stiftungsvorstand Dr. Heinz SperberMaresa Kreitmeir-Leitmann, Lehrerin für Pflegeberufe und Schulbereichsvertretung der Sozialpflege innerhalb der Beruflichen Schulen, griff aufgrund einer persönlichen Erfahrung mit einer betroffenen Patientin diese Idee auf. Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse der Berufsfachschule für Hauswirtschaft nähten unter Anleitung die Herzkissen. Eine Schülergruppe der 10. und 11. Klassen der Berufsfachschule für Sozialpflege gestaltete die dazu passenden Genesungskärtchen. Die Schülerinnen und Schüler bringen in die „Aktion Herzkissen“ einerseits ihr Fachwissen und Können ein, zugleich zeigen sie hohes soziales Engagement und Anteilnahme.

Im Klinikum Neumarkt werden pro Jahr mehr als 200 Patientinnen aufgrund von Brustkrebs behandelt. Neben der medizinischen Behandlung werden die Patientinnen von Beginn an auch psychologisch betreut. „Das seelische Wohlbefinden, eine positive Lebenseinstellung und eine hoffnungsvolle Einstellung zum Heilungsverlauf sind gerade für die Krebspatientinnen sehr wichtig“, betont der Leiter der Frauenklinik, Professor Dr. med. Heinz Scholz, der sich über das Engagement der Schülerinnen und Schüler sowie der Bürgerstiftung sehr freut.

 

 

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